EXIST-Forschungstransfer „ResiFlow“

Entwicklung eines Stromspeichers auf Basis der Vanadium-Redox-Flow-Technologie


Gefördert durch:

Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Rahmen des EXIST-Forschungstransfers

Projektträger:
Jülich, Gründungs-, Transfer- und Innovationsförderung (GTI)

Laufzeit:
Oktober 2015 bis September 2017

Projektpartner:
NEXT ENERGY, Deutschland

Projektleiter bei NEXT ENERGY:
Dr. Jan grosse Austing
Tel.: 0441 99906-443

Motivation/Projektziel:
Die Redox-Flow-Batterie ist eine im großen Maßstab erprobte Technologie, die kostengünstig, langlebig, umweltschonend und sicher ist. Das Team aus dem EXIST-Forschungstransfer ResiFlow hat eine neue Fertigungstechnik mit hohem Kostensenkungspotenzial für diese Speichertechnologie entwickelt. Im Rahmen des Projektes wird diese Technologie in einem funktionsfähigen Prototypen demonstriert. Ziel des Projektes ist die Ausgründung eines Unternehmens, welches Redox-Flow-Batterien produziert und vertreibt.

Aus der Forschung in die Wirtschaft: Hayo Seeba, Frederik Haack, Teamleiter Dr. Jan grosse Austing und Timo di Nardo (von links) sind mit dem ResiFlow-Projekt in das „EXIST“-Forschungstransfer-Programm aufgenommen worden.

Projektbeschreibung:
Die durch den Einsatz in Großspeichern bekannte Vanadium-Redox-Flow-Technologie ist durch den Kontext der Energiewende wieder mehr in den Fokus der Forschung gerückt. Hintergrund ist die zunehmende Nutzung fluktuierender Energiequellen wie Sonne und Wind, die einen erhöhten Bedarf an dezentralen Speichern erfordert. Bei NEXT ENERGY ist es dem Gründerteam um Projektleiter Dr. Jan grosse Austing durch technische Innovationen gelungen, einen alternativen Fertigungsansatz zu demonstrieren. Dadurch kann zum einen die Fertigung der zentralen Wandlungseinheit stark vereinfacht werden, zum anderen die Abmaße sowie das Gewicht der Einheit deutlich verringert werden. Zusätzlich wurde die Leistungsfähigkeit der Wandlungseinheit durch ein patentiertes Verfahren zur Elektrodenaktivierung erhöht. Die Filzelektrode ist als Kernelement der Redox-Flow-Batterie im unbehandelten Zustand hydrophob, was den Stofftransport zur Elektrodenoberfläche maßgeblich hemmt. Hier hat das Projektteam ein Plasmaverfahren entwickelt, welches eine gezielte Oberflächenbehandlung in einem schnellen und kosteneffizienten Prozess ermöglicht und so die Leistungsfähigkeit der Filze erhöht.

Projekt_ResiFlow_01

Diese Innovationen machen die Vanadium-Redox-Flow-Technologie auch für Anwendungen in kleinerem Maßstab ökonomisch attraktiv. Dazu zählt etwa die Anwendung als Stromspeicher für kleinere/mittlere sowie landwirtschaftliche Betriebe mit Photovoltaik-Anlagen zur Erhöhung des Eigenverbrauchsanteils. Während der Projektlaufzeit konzentriert sich das Wissenschaftlerteam auf die Entwicklung mehrerer Prototypen sowie auf die Vorbereitung zur Gründung eines Produktionsunternehmens mit dem Ziel der flexiblen skalierbaren Fertigung von Vanadium-Redox-Flow-Batterien.

gefördert durch: